Auf der Suche nach dem gefiederten Glück.
Nachdem ich am Vortag so ein großartiges Erlebnis mit dem badenden Eisvogel hatte drängte es mich natürlich gleich wieder raus. Leider regnete es in Strömen und ich mußte den Tag auf den Fingernägeln kauend mit warmen Gedanken an das mögliche Ziel verbringen. Abends lockerte es dann ein wenig auf, es war dann immerhin trocken und ich zog mit zwei Stunden Restzeit mit Hockerchen und der 400er auf dem Monopod los. Da saß ich nun und es vergingen die "40-Minuten" und nichts passierte. Ich erfreute mich an den zahlreichen Zaunkönigen die ihren Gesang zum Besten gaben und beobachtete die psychotisch anmutenden Gebirgsstelzen - aber kein Ton, keine Spur eines Eisvogels. Nach zwei Stunden stand ich frustriert und verunsichert wieder auf, sollte ich die Situation von gestern falsch eingeschätzt haben? War das nur Zufall? Ist der Eisi vom Sperber geholt worden oder gegen eine Fensterscheibe geknallt? Ich ging noch ein paar Meter auf die vermeintliche Bruthöhle zu, plötzlich höre ich ihn rufen (ärgerlich) und sehe ihn aus einem Baum, gut 30m von mir entfernt wegfliegen. Ah. Verarscht also. Somit war mir zumindest klar daß ich es mit einem ziemlich intelligenten, scheuen Exemplar zu tun habe und ging hängenden Kopfes heim.
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